Heute haben wir mal "ausgeschlafen", sprich der Wecker ging nicht wie gewöhnlich um sechs, sondern um sieben! Was aber nicht wirklich viel geholfen hat, denn den ganzen Tag über fühlten Andreas und ich uns matschig. Wie schnell man sich doch a) an die Temperaturen hier und b) an bis zu 10 Stunden Schlaf pro Nacht gewöhnen kann. Man beachte, in AC sind wir beide an sechs Stunden Schlaf adaptiert! In aller Ruhe also erst einmal wieder geduscht und gefrühstückt, Zelt verstaut, einen Blick auf unseren doch sehr platten Reifen geworfen (wir hatten zur besseren Fahrt gestern im Sand die Luft abgelassen) und erneut ging die Fahrt weiter. Nach dem einen oder anderen Kilometer legten wir eine ausgedehnte Mittagspause im Wadi Bani Khalid ein. Tolle Pools mit Picknickplätzen und einer Bar erinnerten zwar mehr an ein Resort als an eine natürliche Oase, aber dafür konnten wir über einem kleinen Wasserfall auf den Steinen liegen, Pistazien knabbern, ein Mittagsschläfchen halten und noch ein paar Seiten lesen. Wir waren ja auch immer noch so müde vom Vortag, da war diese Ruhe auch angebracht. Anschließend fuhren wir mutig weiter bis in die Wahiba Sands hinein. Das ist eine 180 km lange Sandwüste im Osten Omans, wo die Dünen bis in den Ozean gehen. Heute haben wir auch die ersten richtigen Kamele entdeckt, die hier nun überall entlang des Weges stehen und friedlich langsam daher stapfen. Mit ein wenig Argwohn sind wir in die Dünen gefahren, denn unsere bisherigen Sanderfahrungen waren ja nicht die besten. Aber sofern man nicht vom Hauptweg abkommt, lässt es sich ganz gut fahren. Ein wenig abseits von ein paar Beduinenhütten haben wir inmitten dieser Dünen mit Blick auf zwei Kamele unser Zelt aufgeschlagen und direkt mit dem Kochen angefangen. Heute sollte es Ratatouille mit Reis geben, aber kaum war der Reis gar, zog der Mond und damit auch der stark blasende Wind auf. Eine kurze Zeit hatten wir Angst, dass unser Zelt davon geweht würde, aber mit sämtlichen Wasservorräten beschwert und einem von uns, der Wache hielt, wurden Campingstühle und Kocher ins Auto gekramt und mussten wir uns zwangsläufig bei diesem Sturm und ohne Internetverbindung bereits um 19 Uhr ins Zelt begeben. Um 20 Uhr sind uns dann die Augen beim Lesen zugefallen. Aber wir waren ja auch immer noch so müde vom Vortag ;-)
Tourverlauf: http://maps.google.de/?q=http://andreas-kemper.net/tr/091123.kmz
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