Auch über den heutigen Tag gibt es wieder eifrig viel zu erzählen... So schloss Andreas gestern Abend mit den Worten, dass er sich um die Technik kümmern wolle. Dazu hatte er och daheim einen Wechselrichter (so ein Ladegerät, mit dem man über den Zigarettenanzünder kleinere Elektrogeräte wie Handys und Kameraakkus laden kann) gekauft. Da hatten wir also das Zelt mal wieder am Strand aufgebaut und er meinte großzügig: "So, jetzt können wir mal das Netbook und Dein Handy laden." Gesagt, getan, wo ich jedoch meine Zweifel äußerte, ob da die Batterie wohl mitspielt. Das sei kein Problem, war Andreas Antwort. Also haben wir gestern Abend noch fröhlich den letzten Blogbericht geschrieben. Später surfte er noch etwas durch's Netz, während ich schon im Zelt lag und las. Heute Morgen wollten wir dann zeitig los, um dann endlich wie gesagt nach Khasab fahren zu können. Schnell wurde gefrühstückt und der Wagen wieder gepackt. Aber was war das? Die Fenster ließen sich nicht mehr herunterfahren und dann die Erkenntnis, dass die Batterie völlig geleert war. Nun ist es ja auch nicht so, dass man am Strand viele andere sieht und so mussten wir erst einmal ein wenig warten, bis der erste Omani vorbei kam. Das waren dann auch gleich sechs Mann und mit Andreas dazu wurde versucht, mich aus dem Sand zu schieben... Keinen Millimeter ließ sich der schwere Jeep bewegen und so zogen die sechs wieder ab. Später kam jemand zum Sanddiving, den wir von seinem Vorhaben jedoch abbrachten und ihn stattdessen dazu überredeten, uns mit seinem Seil aus dem Sand zu ziehen. Auch dieser Versuch scheitere kläglich, wieder kamen wir keinen Millimeter voran und riss allenfalls das Seil. Auch dieser zog wieder von dannen, sprach aber noch davon, er würde seinen Freund holen. Wiederum eine halbe Stunde später kam ein ganz edler Omani mit chicem Jeep, der uns anbot, die Polizei zu rufen, da sie in solchen Fällen wohl immer aushilft. Auch das Angebot nahmen wir an. Aber die Polizei erschien nie und später kam lediglich dieser Omani mit seinem Freund. Wahrscheinlich wollte er ihm die blonde Frau am Strand zeigen. Dafür kam aber auch der besagte Freund des anderen mit Ladekabel. Das Laden war jedoch ebenfalls ein totaler Misserfolg und erst nachdem wir die Batterien getauscht hatten, sprang unser Wägelchen erst wieder an und wurde bei laufenden Motor unsere alte Batterie wieder eingesetzt und konnten wir die Fahrt beginnen - vorher mussten wir den Mechaniker allerdings noch für seine Mühen entlohnen...
Auf ging es dann Richtung Grenze. Raus aus dem Oman, in die UAE, wieder raus aus den UAE und wieder rein in den Oman. Die Grenzprozeduren dauerten ewig. Formulare ausfüllen, Visa bezahlen, warten, Polizeiinspektionen mit Militärpersonal, welches die Maschinengewehre im Anschlag hatten. Sieht dramatisch aus, aber dabei wird immer gelacht und dürfen wir problemlos weiterreisen. Das mussten wir jetzt einfach mal schreiben, weil es für uns so wunderlich ist, so schwer bewaffnete Leute zu sehen. Ist wohl eher mehr zur Show, als das hier solche Geschütze zum Einsatz kommen. Danach hat die Zeit nur noch gereicht, um bis Khad al Njar zu fahren, wo wir nun hier wieder in einer Bucht mit vielen Einheimischen (auch auf vorgelagerten Booten mit lauter Musik) zelten. Für morgen früh haben wir uns für eine Dhau-Tour angemeldet haben. Wir fahren also einen Tag auf einem dieser einheimischen Boote mit, lunchen an Bord, schauen uns die Fjorde hier an und können an diversen guten Plätzen schnorcheln gehen. Hier wimmelt es anscheinend vor Schildkröten! Wir werden morgen wieder berichten. Gleich gehen wir auf alle Fälle wieder schlafen, nachdem wir heute Reis mit Gemüse und danach einen Obstsalat gegessen haben.
Tourverlauf: http://maps.google.de/?q=http://andreas-kemper.net/tr/091118.kmz
4 Kommentare:
Hallo Frau Kempchen,
Sie glauben nicht, was Ihre Beschreibungen für Gefühle in mir auslösen. All das habe ich so ähnlich erlebt.
Die Omanis sind wirklich unglaublich freundlich. Auf der Dhau-Tour haben wir leider keine Schildkröten gesehen, aber dafür ganz viele Delphinschulen.
Ich werde Ihre Schilderungen weiter gespannt verfolgen....ganz liebe Grüße,
Jutta Blume
Hi Christine und Andreas,
habe mit großer Spannung Eure letzten Berichte gelesen. Hoffe, Ihr habt nicht allzuviel (Lehr)geld für die Autobatterie-Probleme bezahlen müssen. Aber ist schon echt toll, wie Ihr das am Ende doch immer wieder alles hinkriegt!
Ich beneide Euch zutiefst um den wunderschönen Strand, den Ihr da hattet, das könnte ich jetzt auch gebrauche..Seufz..
Erstmal liebe Grüße aus Aachen
Karin
Hallo,
Was ausführliche Nachrichten wieder von Euch. Es ist alles wohl sehr abwechselend wie ich so lese.
Was ein Pech mit der Batterie. Aber ihr seid doch wieder gut geholfen. Bis nächstes Mahl.
Grüsse Aad
hallo Christine!
Ik kan je verhaal niet helemaal 100% volgen maar de grote lijnen wel. klinkt interessant en heel "anders".. maar ja kan geloof ik geen foto's uploaden?? (ik ben wel nieuwsgierig hoe het eruit ziet daar!). En jullie hebben dus gesnorkeld?! Geweldig!!! vast heel mooi!
Nou geniet nog verder van je reis!!
Nynke
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