Über den heutigen Tag gibt es wohl nicht sonderlich viel zu berichten. Der Sturm hatte sich in der Nacht gelegt, dafür zog aber ein Kälte auf, die es erforderlich machte, tief in den Schlafsack zu kriechen. Rechtzeitig vor Sonnenaufgang sind wir dann aufgestanden und haben uns erstmalig über so viel Tau in der Wüste gewundert. Alles klitschnass und Barfuß sind wir mühselig die Dünen hoch gelaufen, um die ersten Sonnenstrahlen über diesen zu ergattern. Ein tolles Erlebnis, aber noch toller war es, die Dünen wieder hinunter zu rennen und knietief im Sand zu versinken. Es folgte das übliche Frühstück und anschließend haben wir es uns auf unseren luxuriösen Campingstühlen in der Sonne bequem gemacht. Während ich mein Buch fast zu Ende las, beschäftigte sich Andreas mit sämtlichen Bedienungsanleitungen, damit wir die Kameras und das Garmin noch besser bedienen können. Außerdem war uns klar, dass uns in den nun folgenden Reiseabschnitt so schnell nicht mehr warm werden wird, dazu aber gleich etwas mehr. Kurz vor ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes haben wir uns dann auf den Weg ins Hajar-Gebirge begeben. Unterwegs wurde mit entsprechenden Straßenschildern auf mögliche Kamelquerungen hingewiesen, tatsächlich entdeckten wir einige dieser Exemplare entlang des Weges. Schön, sie mal nicht im Zoo zu sehen!!!
Nach 220 km kamen wir wieder an einer Militärkontrolle vorbei. Dieses Mal durfte man nur passieren, wenn man im Besitze eines 4WD ist und diesen auf den Low Gear schaltete. So sind wir dann ganz laaaaaaangsaaaam auf 1980 m gestiegen, wo nun unser Zelt steht. Und vorbei die Zeiten der kurzen Hosen und der Tshirts. Brrrr, hier oben erreichen wir um 18 Uhr gerade nochmal 16 Grad und dazu weht wieder eine ordentliche Brise. Die Spaghetti sind gleich zum Verzehr bereit, aber gegessen wird heute im Auto. Die Vliesjacken haben wir schon an, dazu Socken und lange Hosen. Wir sind schon komplett verweichlicht hier in der Wüste. Morgen steht eigentlich mal wieder eine Dusche an, aber diese werde ich nur unten im Tal über mich bringen und nicht hier oben. Dann stinke ich lieber wie ein Kamel ;-)
Lasst Euch den Glühwein schmecken und denkt mal dabei an uns, wir hätten nämlich auch gerne jetzt und hier ein Glas!
Tourverlauf: http://maps.google.de/?q=http://andreas-kemper.net/tr/091124.kmz
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